Kurz vor dem Start der Keynote der #AFBMC 2014 B

Recap zum Facebook-Branchentreffen #AFBMC: Mehr als Conferencing

In Berlin hat sich Anfang der Woche wieder die Facebook-Branche zum Austausch getroffen. Die AllFacebook Marketing Conference bot den Teilnehmern in knapp 20 Vorträgen wieder eine breite Palette an Wissen, Cases und Einblicken in die Arbeit von Unternehmen und Agenturen. Diese hier jetzt wiederzugeben, würde der Veranstaltung nicht gerecht werden, denn sie ist viel mehr als die Summe ihrer Vorträge.

Kurz vor dem Start der Keynote der #AFBMC 2014 B
Kurz vor dem Start der Keynote der #AFBMC 2014 Berlin

Meine #AFBMC-Notizen

Ich habe nicht alle Vorträge gehört/gesehen, denn das ging bei zwei parallelen Tracks auch gar nicht, aber ich habe vergleichsweise viele Session aktiv verfolgt. Hier mal einige meine Notizen zu den Sessions:

Curt Simon Harlinghausen zeigte uns die „Fantastic Future of Facebook“. Atlas, Applinks und Parse seien die Technologien, die Facebook eine glänzende Zukunft bescheren werden und Google in den Schatten stellen könnten, so seine These. Tatsächlich sind von Facebook ausgehende Werbeinfiltrationen in das gesamte Web gerade im mobilen Bereich, wie es mit Atlas möglich sein soll, für Werbetreibende ein Traum, doch sehen das die Nutzer auch so? Auch Parse, eine Art Baukasten für App-Entwickler hat zunächst keinen direkten Mehrwert für die Nutzer. Da ist Applinks schon viel interessanter, wird damit doch ein bestehendes Nutzerproblem gelöst. Wer beispielsweise einen Link in einer Notification in der mobilen Inbox auf dem Smartphone öffnet, landet aktuell noch auf der mobilen Website des entsprechenden Netzwerks. Applinks will künftig dafür sorgen, dass die Links beispielsweise von Facebook auch in der Facebook-App geöffnet werden und nicht mehr im Browser. Darauf freue ich mich wirklich. Ansonsten frage ich mich:

Ja, Facebook ist eine Marketing-Plattform, aber ist deren wirkliches Kapital nicht die Nutzerbasis?

In der zweiten Session des Tages stellten Claudia Bazanella und Dieter Rappold das Spannungsfeld zwischen Love-Brand und Hate-Brand am Beispiel von McDonald’s Österreich vor. Die wichtigste Aussagen waren für mich:

Wie immer sehr nutzungsorientiert stellte uns Thomas Hutter das Thema „Customer & Lookalike Audience“ vor. Hierbei geht es um die Verknüpfung von eigenen Daten und den Nutzerdaten von Facebook. Wer beispielsweise einen Newsletter verschickt, kann die E-Mail-Adressen mit der Nutzerbasis von Facebook abgleichen, um sie anschließend für das Targeting nutzen zu können. Das funktioniert auch sehr gut, denn wer bestimmte Inhalte als Newsletter bestellt, interessiert sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bei Facebook für diese Themen. Mehr dazu im gemeinsamen Whitepaper von Thomas Hutter und Carsten Ulbricht.

Jan Firsching beerdigte dann anschließend recht überzeugend die Tabs auf Fanseiten, die durch den wachsenden Mobile-Anteil keine Relevanz mehr haben. Unternehmen sollten ihre Social-Media-Kampagnen daher besser auf einer Microsite anlegen, auf der die Nutzer die Wahl zwischen verschiedenen Logins und Shares haben.

Mein persönliches Highlight bei den Sessions war aber der unterhaltsame Vortrag von Oliver Nissen von Deutschen Telekom und dem Berater Daniel Backhaus, die zusammen die nächste Evolutionsstufe im digitalen Kundenservice vorgestellt haben. Mehr möchte ich an dieser Stelle aber gar nicht verraten, denn mit dem Thema werde ich mich noch intensiver auseinander setzen.

Und sonst? Networking Galore!

Mindestens ebenso wichtig wie spannende Themen sind auf Konferenzen für mich die Möglichkeiten zum Netzwerken. Wer wie ich nicht in Berlin, München oder Hamburg (ja, auch in anderen Städten ist was los 😉 ) wohnt, sondern auf dem platten Land, legt vielleicht noch etwas mehr Wert auf die Unterhaltungen mit Gleichgesinnten. Schon Tage oder gar Wochen vorher fragt man in seinen Kanälen rum, wer denn so alles kommt.

 

Den Austausch mit Kollegen finde ich sehr sehr wichtig. Das ist wie ein live gelebter Newsfeed, so wie er eigentlich sein sollte. Am Ende bleibt meist noch ein „harter Kern“ übrig, die zusammen essen gehen und eventuell noch ein Bierchen trinken. Wie wertvoll solche Treffen sind, zeigt sich bei mir immer erst in den Tagen danach. Viele neue Kontakte, Inspirationen, Ideen, Themen. Dass das bei der #AFMCB so gut klappt, ist vor allem ein Verdienst von Jens und Philipp</strong – vielen Dank dafür. Sie organisieren nicht nur eine Konferenz, sondern sie leben sie. Sie wissen auch genau worauf es ankommt, denn sie sind Teil ihrer eigenen Zielgruppe. Kein Wunder, dass dieses Format Begehrlichkeiten weckt. So wurde ich Zeuge eines Gesprächs mit einem Agenturler aus Graz, der die #AFMC gerne auch in seiner Heimatstadt veranstalten würde. Also ich hätte sie auch gerne hier bei mir im hohen Norden – na wie wäre das Jens & Philipp?

Da ich da so meine Zweifel habe, plane ich besser schon mal meine Teilnahme an der nächste Ausgabe, dann wieder in München:

Vielleicht sehen und sprechen wir uns ja…

Hier noch weitere Stimmen und Berichte von der #AFBMC:

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