Marketing der Zukunft: IoT, KI und VR sorgen für neue Perspektiven

Im Marketing drängen sich gerade viele technologische Entwicklungen auf, die alle einen großen Einfluss auf das Marketing von morgen haben werden. Das Internet of Things, Virtual und Augmented Reality und natürlich die Künstliche Intelligenz werden in den nächsten Jahren für einen stark veränderten digitalen Lebensraum sorgen, auf den sich das digitale Marketing schon heute vorbereiten muss.

Das Marketing und besonders der digitale Teil war schon immer im „steten Fluss“, hat sich also permanent an neue Technologien oder Nutzungsgewohnheiten angepasst. Doch ein Blick auf die aktuellen Trends und Entwicklungen zeigt sehr deutlich, dass wir kurz vor einem Evolutionssprung für das Marketing stehen. Das Internet of Things erzeugt viele neue Berührungspunkte zwischen Unternehmen und ihren Kunden, mit VR und AR öffnen sich ganz neue Wahrnehmungswelten und die Künstliche Intelligenz ist zugleich das Gehirn und der Treibstoff für das neue Marketing.

IoT schafft den Durchbruch – wirklich!

Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wann ich zum ersten Mal gelesen habe, dass das Internet der Dinge das „nächste große Ding“ werden wird. Es ist jedenfalls schon so lange her, dass dieses Versprechen von damals längst eingelöst sein müsste. Es dauerte dann doch etwas länger, aber nun soll es definitiv so weit sein. Okay, vielleicht nicht morgen, aber in den nächsten Jahren ganz bestimmt. Und dieses Mal glaube ich das auch, denn wenn man es genau betrachtet, sind einige Dinge schon längst vernetzt. Okay, es ist zwar nicht der intelligente Kühlschrank geworden, der in jedem Haushalt den Wocheneinkauf überflüssig macht, weil er vakante Lebensmittel automatisch ordert. Oder denken wir an die Idee vom smarten Einkaufswagen, der uns nichts vergessen lässt, weil wir ihn per Bluetooth mit unserem digitalen Einkaufszettel gefüttert haben und er alle Dinge registriert, die wir ihm anvertrauen. Und der uns auch das Anstehen an der Kasse abnimmt, weil wir über die Verbindung zum Smartphone automatisch bezahlen können. Auch die Idee war letztlich zu toll, um wahr zu werden.

Dafür gibt es viele kleine Dinge, die uns fast unmerklich das Leben erleichtern. Da ist zum Beispiel das Paket, auf das wir so dringend warten. Die traditionelle Sendungsverfolgung bedeutete für den Auslieferer eine zusätzliche Arbeit, denn an den verschiedenen Punkten musste immer der Barcode gescannt werden. Intelligente Systeme setzen heute für die Paketverfolgung auf RFID und GPS. Damit entfällt nicht nur das Einscannen, sondern das Paket ist quasi in Echtzeit bis zur Haustür verfolgbar – und nicht nur an bestimmten, vordefinierten Punkten. Auch Wearables wie die Activity-Tracker, die uns nach unserer Laufrunde umfangreiche Analysen unserer Performance liefern, gehört zu den IoT-Anwendungen. Dazu kommen all die intelligenten Systeme aus dem Smart-Home-Bereich: Glühlampen, Thermostate und intelligente Lautsprecher, die auf Sprachbefehle hören.

Gerade Amazon Echo zeigt das große Potenzial der intelligenten Lautsprecher. Nicht nur Amazon selbst profitiert von der „Sprachschnittstelle zum Kunden“, indem diese noch einfacher und direkter bei Amazon shoppen können. Über die offene Schnittstelle können auch externe Anbieter Skills für Alexa anbieten und so einen direkten Kontakt zum Kunden aufbauen. Kein Wunder, dass die Alternativen von Google, Microsoft oder Apple ebenfalls in unsere Wohnzimmer drängen.

Schöne neue Welten mit AR

Auch Augmented und Virtual Reality gehören zu den ewigen Trendthemen, die eigentlich schon längst unser Leben verändert haben sollten. Auch hier bin ich überzeugt: Der Durchbruch steht unmittelbar bevor! Was macht mich da so sicher? Zum einen hat der wahnsinnige Erfolg von Pokémon Go gezeigt, was die Technologie auslösen kann, wenn eine Idee für eine genügend große Zielgruppe passend umgesetzt wird. Außerdem war Pokémon Go ein einfacher Zugang zu einer neuen Nutzererfahrung – andere AR/VR-Anwendungen werden auf dieser Ersterfahrung aufbauen können.

Und da wird es definitiv Anwendungen aus verschiedenen Bereichen geben, denn mit dem nächsten iOS veröffentlicht Apple im Herbst das ARKit. Mit diesem Tool können App-Entwickler Augmented-Reality-Apps erschaffen, die die reale Welt mit digitalen Objekten erweitert. Apple schreibt dazu:

So sind Apps nicht mehr nur auf das Display beschränkt und können auf völlig neue Art mit der realen Welt interagieren. Spiele und Apps werden damit zu nahtlosen, unglaublich faszinierenden Erlebnissen – in denen du mitten in deiner eigenen Welt in eine ganz neue eintauchen kannst.

Zu den ersten Testern gehört unter anderem IKEA. Deren AR-App bringt digitale Abbilder von IKEA-Produkten direkt ins reale Zuhause. So kann man sich vor dem Kauf genau ansehen, wie die neue Couch im Wohnzimmer aussieht und ob sich die Farbe nicht doch mit dem Teppich beißt. Auch in diesem Bereich werden wir in den nächsten Monaten viele neue Ansätze sehen, die auch für das Marketing interessant sein werden. Und nicht alle werden Spiele sein.

Dazu kommen auch noch die vielen VR-Brillen und Headsets, die uns Sven Wernicke drüben im UPLOAD Magazin im Überblick zeigt.

KI wird zur Schlüsseltechnologie

Auch der dritte Trend, der für das Marketing von entscheidender Bedeutung sein wird, ist schon etwas in die Jahre gekommen. Künstliche Intelligenz ist keinesfalls neu und fing schon lange vor dem medienwirksamen Auftritt von IBMs Watson in der amerikanischen TV-Show Jeopardy an. Doch zwei Entwicklungen haben in den letzten Jahren für einen deutlichen Schub gesorgt. Zum einen sind hochperformante Rechner in den letzten Jahren sehr viel kleiner, leistungsstärker und günstiger geworden. Damit war die Hardware nicht mehr der Flaschenhals. Zum anderen hat sich die Nachfrage stark erhöht, da wir in vielen Unternehmensbereichen mit enormen Datenmengen (Stichwort: Big Data) zu kämpfen haben. Deren Auswertung würde für einen Menschen sehr viel Zeit beanspruchen, die Anforderung heißt aber heute Echtzeit! Und nur intelligente Maschinen sind in der Lage, aus den riesigen Datenschätzen komplexe Zusammenhänge zu extrahieren.

Im Marketing haben wir es schon heute mit solchen Datenbergen zu tun, nur verbleiben sie eben noch oft separiert in ihren Silos, weil die Verarbeitungskapazität fehlt. Mit KI-Systemen wird sich das schnell ändern. Unterschiedlich strukturierte Datensätze lassen sich einfach mit unstrukturierten Daten kombinieren und es ergeben sich holistische Ansichten, die nicht nur Teile der Customer Journey wiedergeben, sondern sie in Gänze abbilden. Für das datenbasierte Marketing ergeben sich daraus große Chancen, denn nur so lassen sich Anforderungen wie die richtige, hochgradig personalisierte Ansprache genau zum richtigen Zeitpunkt im richtigen Kontext der Customer Journey erfüllen.

Künstliche Intelligenz ist aber auch der Treibstoff für IoT und AR/VR-Anwendungen. Beide Technologien profitieren in hohem Maße von den intelligenten Computern, so dass aus diesen drei Technologietrends ein sich gegenseitig verstärkendes Gesamtpaket wird.

Business meets Future: KI, VR und IoT auf der dmexco 2017

Wie relevant diese Technologien mittlerweile für das Marketing geworden sind, zeigt auch das Programm der dmexco. Im Expo-Special „World of Experience“ und auf der Conference-Bühne der „Experience Hall“ wird es schwerpunktmäßig um das Nutzererlebnis in einer vernetzten Welt gehen. Dabei spielen die Technologietrends IoT, VR/AR und KI wichtige Hauptrollen.

Daher freue ich mich sehr, dass ich in diesem Jahr nicht nur Besucher der dmexco bin, sondern als offizieller „dmexco-Ambassador“ dabei sein darf.

Darüberhinaus freue ich mich natürlich wieder auf das hoffentlich zahlreiche Wiedersehen mit Kollegen und Bekannten sowie alten und neuen Kontakten.

Disclaimer: Als dmexco-Ambassador bekomme ich kostenlosen Eintritt zur Messe, einen Verpflegungsgutschein und eine bezahlte Unterkunft. Dieser Blogpost ist dagegen nicht bezahlt und inhaltlich frei von mir gestaltet worden.

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